Seegrehna, Bodemar, Hohenroda

  • Einwohner: 777 im Jahr 2016 auf einer Fläche von 27,451 km²
  • Einwohner: 838 im Jahr 2012 auf einer Fläche von 27,451 km²

Segraina ist ein Pfarrkirchdorf der herzoglich sächsischen Lutherstadt Wittenberg, das am 09.10.1993 eingemeindet wurde. Der Ort liegt südwestlich von Wittenberg, unweit der Elbe und der Anhalter Grenze in einer Wies /vollen Aue (215-230 F, über dem Meeresspiegel, hinsichtlich des Kirchturms unter 51° 50`6`` Breite und 30° 14` 0`` Länge, bei einer Fläche von 27,45 km²).
Besondere Merkmale sind ein ausgeprägtes Vereinsleben z. B. der am 26.02.1993 gegründete Sportverein Seegrehna 1993 e.V., sowie die Betroffenheit am Elbehochwasser 2002 durch einen Deichbruch, der weite Teile des Ortes flutete.

Historisches
bereits 1004 eine Siedlung Grodisti auf dem Gebiet des heutigen Seegrehna erwähnt

Kirche
Die vor der Reformation erbaute Kirche wurde 1720 bedeutend ausgebessert. Seit 1528 bis jetzt hat sie 13 Pfarrer gehabt. Ein M. Müller, der 1785 hier kam. Er zeichnete sich dadurch aus, dass ihn früher in einem Alter von 16 Jahren die Wittenberger Fakultät zum Doktor der Philosophie ernannte.

Domäne
Das Rittergut gehörte vor 300 Jahren denen von Globig auf Groswig, in den Jahren 1576 bis 87 einem Friedrich von Leußsch, 1612 denen von Leußsch und den Brüden und im Jahr 1754 war Wiesigt der Besitzer.

Burgstall
Von der ehemaligen erbauten Burg oder Grenze Festung, die 1510 noch bewohnbar war, sieht man einige Ruinen auf dem so genannten Burgstall (die Burgstabil oder Burgsfelde) einer wüssten Holzmark.

Heinrichswalde
Im Walde hingegen, unweit des Crassensee, baute Fürst Friedrich Heiner Eugen von Anhalt, sächsischer Feldmarschall und Gouverneur von Wittenberg, dem August II. die Strauben zum Jagdrevier auf Lebenszeit geschenkt hatte, ein schönes Jagdhaus, Heinrichswalde genannt.

Dr. Andreas Rudolf Bodenstein von Karlstadt
Nach Seegrehna zog von Wittenberg 1524 Dr. Andreas Rudolf Bodenstein von Karlstadt zurück, wo ihn seine Bilderstürmerei verhasst gemacht hatte. Hier lebte er als der so genannte Nachbar Undres ganz nach Weise eines Bauern, wozu ihn Dürstigkeit zwang und verließ 1525 Seegrehna, als er das Pastorat zu Orlamünde erhielt. Als Teilnehmer an den Bauernunruhen aus Sachsen verbannt, starb er 1541. Zu Basel als Professor, und bekannte daselbst er sei acht Jahre Doktor der Theologie gewesen ohne die Bibel anders als aus Augustus Schriften kennen gelernt zu haben. Ein Zeichen der vorlutherischen Zeit.

VISION